Die Galerie ist vom 26.01.2026 bis Sonntag, den 01. Februar 2026 wegen Umbau geschlossen. Die Kunsthalle ist weiterhin für Sie da.
André Evard (1876 - 1972)
30.11.2025 - 25.01.2026
Wenn Farbe auf Stille trifft: André Evard in der Galerie Messmer
Ab Sonntag, den 30. November 2025 öffnet die Galerie Messmer ihre Türen für eine faszinierende Entdeckungsreise durch die Landschaften von André Evard (*1876 – † 1972) – einem der visionärsten Schweizer Künstler des 20. Jahrhunderts.
Passend zur kommenden besinnlichen Weihnachtszeit verwandeln sich die Räume in eine Welt voller Magie, Licht und unvergleichlicher Schönheit.
Die fein kuratierte Ausstellung präsentiert erstmals gezeigte Werke, die Evards einzigartige Fähigkeit offenbaren, die Natur in ihrer sinnlichen Wirkung zu verwandeln. Zu entdecken sind die verschneiten Winterlandschaften, stille Seen, zarte Blumenstillleben, die der Künstler in einer Schaffenszeit von mehr als 80 Jahren fertigte. Ein Großteil dieser Werke wird im Jahr 2026 anlässlich André Evards 150. Jubiläums auch im renommierten Powerlong Museum in Shanghai, China, zu sehen sein und einen weiteren Meilenstein setzen, mit dem Evards Schaffen noch internationaler in die Kunstgeschichte eingeht. Dies ist somit die einzige Möglichkeit, viele dieser einzigartigen Werke zu sehen bevor sie auf eine Weltreise gehen.
Die Arbeiten bestechen durch Ihre Farbkomplexität und Gestaltung der Ölfarben auf dem Bildträger. Das Auge wandert dadurch nicht nur über die Motive von bergigen Juralandschaften oder feinteilig arrangierten Stillleben, sondern auch über ein künstlerisch modelliertes Farbrelief. Die Ausstellung versammelt Hauptwerke aus den Jahren um 1917 bis 1971 und zeigt somit eine Bandbreite an der vielseitigen Schaffensperioden von André Evard.
Evard war geprägt durch die Umgebung von La Chaux-de-Fonds, was etwa 1000 Meter über dem Meeresspiegel liegt und damit zu den höchstgelegenen Städten der Schweiz zählt. Hier erlebte er jene glühenden, dramatisch gemalten Sonnenauf– und –untergänge hautnah, die auf seinen Bildern immer wieder auftauchen.
Besucherinnen und Besucher dürfen sich auf eine Ausstellung freuen, die sowohl Herz als auch Verstand anspricht – eine Reise durch Raum, Farbe und Emotion, die noch lange nachklingt.
Vorschau
Yoshiyuki Miura (*1958)
01.02.2026 - 12.04.2026
Yoshiyuki Miura kommt nach Riegel – und bringt gleich einen ganzen Wasserfall mit. Der japanische Ausnahmekünstler, zweifacher Gewinner des internationalen André-Evard-Preises innerhalb von 15 Jahren und zuletzt Träger des 7. André-Evard-Preises, feiert nun seine erste Einzelausstellung in der Galerie Messmer.
Miuras Arbeiten sind keine leisen Bilder für den Hintergrund – sie ziehen mit Wucht, Rhythmus und meditativer Kraft in den Raum. Er arbeitet mit ungewöhnlichen Materialien wie Stahl, Reis, Linsen, Bohnen und Licht und schafft daraus faszinierende, poetische Raum- und Wandobjekte.
Besonders sein berühmter Wasserfall wirkt wie ein Naturereignis auf Stahl: ein visuelles Donnern, irgendwo zwischen japanischer Ästhetik, innerer Ruhe und roher Energie.
Gefertigt aus unzähligen Edelstahlstiften, beeindruckt nicht nur durch seine monumentale Präsenz, sondern markiert zugleich einen besonderen Moment in der Geschichte der Galerie Messmer: Mit einer Länge von 6,60 Metern und einer Höhe von 1,80 Metern ist es das bislang das größte jemals in der Galerie ausgestellte Werk.
Mit diesem Reisbild aus ca. 10.000 Reiskörnern gewann er 2025 den 1. Platz beim 7. internationalen André-Evard-Preis, auch in dieser Ausstellung mit neuer Präsentation zu erleben.
Neben dem Material von Reis verwendet er auch Bohnen und Linsen und verweist somit auf die kulturellen Wurzeln des Ostens, während die drei-dimensionale Anordnung seine Werke der westlichen Kunst zuordnet. So entsteht ein Dialog zwischen östlicher Materialsymbolik und westlicher Formensprache.
An die stille Materialität des Reisbildes knüpfen Miuras Sphärenwerke aus Edelstahldrähten und Licht an, die das Thema in eine räumliche und lichtbasierte Form überführen.
Miuras Sphärenwerke aus Licht und tausenden einzelgefärbten Edelstahlstiften bieten eine ganz besondere Symbiose aus Licht, Farbe und Materialität. Für ein einzelnes Lichtobjekt verwendet der Künstler rund 3.000 bis 4.000 Edelstahlstifte, die eine schwebende, kugelförmige Struktur entstehen lassen. Durch das Zusammenspiel von Licht, Farbe und Material lösen sich feste Konturen auf und der Raum wird aktiv in das Werk einbezogen. Die Sphären wirken zugleich technisch-präzise und poetisch, thematisieren somit das Spannungsfeld zwischen Ordnung, Bewegung und immaterieller Erscheinung.
Die Ausstellung bietet die Gelegenheit, Miuras vielschichtiges Werk in seiner stillen Intensität zu erleben, in der sich Ruhe und innere Kraft zu einer spürbaren Energie verdichten, und einen Raum zu betreten, der zur Reflexion und persönlichen Interpretation einlädt. Lassen Sie uns diese einmalige Weltreise gemeinsam begehen.
Vergangene Ausstellungen

Alexander Höller ECHO
21.09. – 23.11.2025

Christiane Grimm – Schwebende Räume
29.06. – 14.09.2025
Unsere Künstler

Yoshiyuki Miura
Über den Künstler Miura selbst schätzt Werke, die dem Betrachter „einen weiten Horizont“ geben, um eine andere Bedeutungsebene zu entdecken, wenn Dinge verfremdet in einen

Bohumil Eliáš Jr.
Über den Künstler Bohumil Eliáš Jr. (*1980) ist ein tschechischer Künstler, der sich auf Glasdesign, Bildhauerei und Malerei spezialisiert hat. Er ist bekannt für seine









